Sinn des Lebens

Die 23 tiefgründigsten Zitate von Camus und anderen Denkern über den Sinn des Lebens

12. Juni 2026
Die 23 tiefgründigsten Zitate von Camus und anderen Denkern über den Sinn des Lebens

Albert Camus stellte die Frage nach dem Sinn des Lebens so radikal wie kaum ein anderer Denker des 20. Jahrhunderts. Sein Ausgangspunkt war die Absurdität – die Kluft zwischen unserem Verlangen nach Sinn und dem Schweigen der Welt. Die folgenden Zitate von Camus und verwandten Geistern zeigen, dass gerade in der Auseinandersetzung mit der Sinnlosigkeit eine eigentümliche Freiheit und Lebensbejahung liegen kann.

Albert Camus über die Absurdität des Lebens

„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Die Entscheidung, ob das Leben sich lohne oder nicht, beantwortet die Grundfrage der Philosophie."

Albert Camus, Schriftsteller und Philosoph (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Ich ziehe meinen Schluss aus dem Absurden: drei Folgerungen, nämlich meine Auflehnung, meine Freiheit und meine Leidenschaft."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Das Leben leben, seine Auflehnung leben, seine Freiheit leben, und zwar so intensiv wie möglich – das heißt leben."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Die Welt an sich ist nicht vernünftig, das ist alles, was man von ihr sagen kann. Absurd aber ist die Gegenüberstellung dieses Irrationalen mit dem heftigen Verlangen nach Klarheit, das im tiefsten Inneren des Menschen ruft."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

Camus über Glück, Revolte und Lebensbejahung

„Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt."

Albert Camus (*Heimkehr nach Tipasa*, 1954)

„Wenn die Welt klar wäre, gäbe es keine Kunst."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut."

Albert Camus (zugeschrieben, in Anlehnung an Thukydides)

„Ich revoltiere, also sind wir."

Albert Camus (*Der Mensch in der Revolte*, 1951)

„Es gibt kein Schicksal, das nicht durch Verachtung überwunden werden kann."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

„Sich bewusst sein, dass sein Leben, seine Auflehnung, seine Freiheit nicht aufhören werden – das ist die Verfügbarkeit des absurden Menschen."

Albert Camus (*Der Mythos des Sisyphos*, 1942)

Verwandte Denker über Sinn und Sinnlosigkeit

„Wer ein Warum zu leben hat, erträgt fast jedes Wie."

Friedrich Nietzsche, Philosoph (*Götzen-Dämmerung*, 1889)

„Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will."

Arthur Schopenhauer, Philosoph (*Über die Freiheit des menschlichen Willens*, 1839)

„Die Existenz geht der Essenz voraus."

Jean-Paul Sartre, Philosoph (*Der Existentialismus ist ein Humanismus*, 1946)

„Das Leben ist nicht ein Problem, das gelöst, sondern eine Wirklichkeit, die erfahren werden muss."

Søren Kierkegaard, Philosoph (zugeschrieben)

„Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben."

Johann Wolfgang von Goethe, Dichter

„Es ist nicht die Stärke des Körpers, sondern die Stärke der Seele."

Viktor Frankl, Psychiater und Begründer der Logotherapie

„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegen unsere Entwicklung und unsere Freiheit."

Viktor Frankl, Psychiater (*...trotzdem Ja zum Leben sagen*, 1946)

Vom Absurden zur Lebenskunst

„Man muss sich nicht das Leben nehmen, sondern das Leben, das einem gegeben ist, ernst nehmen."

Simone de Beauvoir, Philosophin und Schriftstellerin

„Das Wesen des Menschen ist nicht eine dem einzelnen Individuum innewohnende Abstraktion. In seiner Wirklichkeit ist es das Ensemble der gesellschaftlichen Verhältnisse."

Karl Marx, Philosoph (*Thesen über Feuerbach*, 1845)

„Die meisten Menschen sind so glücklich, wie sie es sich selbst vorgenommen haben."

Abraham Lincoln, Staatsmann (zugeschrieben)

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